Muskelstörungen

Schmerzentstehung aus der Muskulatur

Muskelverspannungen sind unmittelbare Begleiterscheinungen der Blockierung von Wirbelgelenken. Diese Störung ist gut selbst feststellbar und verständlich, die Volksmedizin hat viele Hilfen zur Linderung ersonnen (Wärme, Einreibung, Bewegung, Massieren). Nur die Blockierungslösung beseitigt die Verspannung.

 

Gesunde, normal innervierte und ernährte Muskulatur kann dennoch Beschwerden machen oder Beschwerden mittelbar auslösen. Dabei ist es für den Betroffenen nicht erkennbar, daß die Muskulatur die Ursache seines Leidens ist. Die Beschwerden werden nicht im Muskel verspürt, sondern an den Gelenken oder anderen Ansatzstellen der Muskeln (z. B. Hinterkopf, Becken). Ursache ist immer der Bewegungsmangel.

 

Die Muskeln reagieren dabei nicht einheitlich: Gesäß-, Bauch-  und Schulterblattmuskeln schwächen sich beispielsweise „nur“ ab: sie werden weniger, haben weniger Kraft und Muskelmasse.

 

Viele andere Muskeln verkürzen sich. Die Leute werden steif, ungelenk. Die Verkürzung fällt nur auf, wenn man versucht, die volle Bewegung zu erreichen. Dann treten sie als derber Strang in Erscheinung. In Mittelstellung sind sie völlig unauffällig.

 

Folge der Abschwächung bzw. Verkürzung ist die Überkurvung der Wirbelsäule, also Hohlkreuz und insgesamt „schlechte Haltung“ bis hin zum Haltungsverfall. Der größte Teil aller Wirbelsäulenbeschwerden einschließlich der Blockierungen sind letztlich durch den Haltungsverfall verursacht, also durch ausreichende Bewegung vermeidbar.

 

Abschwächung und Verkürzung verlaufen langfristig, sie sind beide durch ausreichende physiologische Belastung oder durch Training vollständig reversibel. Für die Muskelverkürzung gibt es außerdem eine weitere Behandlungsmöglichkeit, die Dehnung.