Beckenverwringung

Die Beckenverwringung ist eine spezielle Störung bei Blockierung der Gelenke zwischen dem Kreuzbein únd den Darmbeinen („Beckenschaufeln“) den Iliosakralgelenken ISG. Die Gelenke sind umgebildete Wirbelgelenke, das Kreuzbein ist aus 5 Wirbeln verschmolzen.

 

Die Iliosakralgelenke dienen der Federung beim Gehen, sie vermindern die Stoßwirkung auf die Wirbelsäule bis hin zu den Kopfgelenken.

 

Bei einer Beckenverwringung steht das Kreuzbein etwas schräg, das stört die gesamte Statik der Wirbelsäule und löst anhaltende Rückenschmerzen, bei einigen Menschen auch Kopfschmerzen aus. So mancher hat gesagt bekommen, sein Becken stünde schief, ohne dass eine Korrektur erfolgt ist. Wer eine Behandlung durch Absatzerhöhung bekommen hat, kann sogar eine Verschlechterung erfahren: neben der Beckenverwringung gibt es den Beckenschiefstand, bedingt durch eine Beinverkürzung. Hier ist in der Tat ein Ausgleich durch Absatzerhöhung erforderlich. Durch genaue Untersuchung kann man diese Verwechslung vermeiden.

 

Beschwerdebild bei ISG-Blockierung und Beckenverwringung:

Durch die Blockierung allein entstehen chronische Schmerzen im Becken, oft ausgehend vom Rücken, die in die Leisten, ins Gesäß und den Oberschenkel ziehen, aber nicht über das Knie hinaus. Am stärksten beim Sitzen, noch einmal verstärkt beim Aufstehen aus dem Sitzen. Weniger beim Gehen. Die Beckenverwringung löst chronische Rückenschmerzen aus, oft dazu Kopfschmerzen vom Nacken bis zur Stirn. Man kann sie mit Migräne verwechseln.

 

Auslöser der ISG-Blockierung und Beckenverwringung sind meist Stauchungen durch Stürze, selbst in der Kindheit kann das passiert sein. (Der Körper vergisst nichts!) Auch unter der Entbindung können diese Blockierungen entstehen, und schließlich durch Krankheiten im Unterleib, s. a. Verkettungssyndrom. Ein ähnliches Beschwerdebild kann durch eine rheumatische Entzündung der Iliosakralgelenke entstehen, aus dem Ansprechen von Maßnahmen aber klar zu unterscheiden.

 

Die Behandlung erfolgt in erster Linie durch eine Bewegungsübung in Eigenregie, initial ist eine meist einmalige chiropraktische Behandlung oft erforderlich. Der Effekt ist aber beständig.